• myclassicnews
  • myclassicdownload
  • myclassicradio
  • myclassictheater
  • myclassictelevision
  • myclassicguestbook
  • myclassiclivestream

  • Über uns

  • Presse

11.02.2010

Nur 39 Jahre alt wurde Frédéric Chopin, als er 1849 in Paris an Tuberkulose starb. Doch in diesem kurzen Leben hatte der Pole ein Klavierwerk geschaffen, das vom Umfang und von seiner Klangsprache einzigartig ist und die Klavierwelt geradezu revolutionierte. Kaum hat das Chopin Jahr begonnen, sind auch schon eine Reihe CDs passend dazu erschienen, wovon wir Ihnen heute drei exemplarisch vorstellen möchten.

Diesem Ereignis ist auch die 2 CD-Edition „The Art Of Chopin" mit den schönsten und bekanntesten Solo-Klavierwerken des Ausnahme-Komponisten gewidmet. Über 140 Minuten Chopin - träumerisch, heroisch, leidenschaftlich, melancholisch und virtuos. Es sind einige der wichtigsten Pianisten der Gegenwart und der vergangenen Jahrzehnte zu hören wie Svjatoslav Richter, Vladimir Horowitz, Friedrich Gulda, Emil Gilels und Arturo Benedetti Michelangeli, die Autoritäten der Gegenwart wie Martha Argerich, Maurizio Pollini, Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, Nelson Freire, Ivo Pogorelich und Mikhail Pletnev, aber auch die Hoffnungsträger der „Next Generation Chopin" wie Lang Lang, Hélène Grimaud, Rafał Blechacz und Alice Sara Ott. Es ist eine Geburtstagsbox, die ausschließlich aus Highlights besteht, von den Koryphäen bis hin zur opulenten grafischen Gestaltung durch den Künstler Olaf Hajek.

Olga Scheps, die 1986 in Moskau geboren wurde, gilt als eine der interessantesten Newcomerinnen in der deutschen Klavierszene seit sie 2009 ihr Debüt beim renommierten Klavierfestival Ruhr gab. Ihre im Januar erschienene CD „Chopin" vereint die schönsten Stücke des Komponisten: die berühmte Ballade g-moll, tänzerische Walzer und Mazurken, träumerische Nocturnes ebenso wie die selten eingespielten Trois Nouvelles Études.
Neben zwei Klavierkonzerten hat Chopin drei große Klaviersonaten komponiert, sowie die anspruchsvollen Zyklen mit 24 Etüden opp. 10 & 25, außerdem hinterließ er unzählige Einzelstücke wie Nocturnes, Mazurken, Walzer und Polonaisen. Für ihre Debüt-Einspielung hat die russische Pianistin Olga Scheps ein Solo-Recital mit Stücken zusammengesellt, die den romantischen Virtuosen Chopin in all seinen Facetten zeigen. Dazu wurden neben einer Bravour-Etüde aus den berühmten Zyklen von 1833 bzw. 1837, den wehmütigen Mazurken oder dem berühmten Nocturne Des-Dur auch die "Trois Nouvelles Études" von 1839 aufgenommen, wobei Scheps zeigen kann, wie Chopin pianistische Höchstschwierigkeiten mal mit intimem Ausdruck, mal mit Walzer-Schwung verband. Die junge Pianistin studiert bei Professor Pavel Gililov an der Musikhochschule Köln. Zudem erhält sie seit ihrem 15. Lebensjahr künstlerische Impulse von Alfred Brendel.

Ebenfalls im Januar erschienen ist das Album „Chopin - Complete Waltzes" von Alice Sara Ott. Auch wenn sie nicht die erste ist, die sich mit den Walzern von Frédéric Chopin befasst, ist ihre Interpretation und Herangehensweise doch einzigartig. Ihre Liebe zu Chopin begründet die junge Künstlerin dabei folgendermaßen: "Chopins gesamtes kompositorisches Schaffen ist hier zusammengefasst; außerdem zeigen diese Walzer seine gespaltene Persönlichkeit - zwischen Polen und Frankreich hin und her gerissen war Chopin Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Genauso geht es mir mit Japan und Deutschland. Nur in der Musik fühle ich mich wirklich zu Hause." Ähnlich wie Rafal Blechacz schafft sie es mit der Einspielung den Menschen Chopin und seine Gefühlswelt in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen und die Emotionailität zu betonen. Zu hören sind auf der CD dunkle Impressionen wie op.34/2 oder ein Kabinettstückchen wie op.64/1, op. 64Nr.2 in cis-moll, Otts Lieblingswalzer op. 42 in As-dur sowie der Abschiedswalzers op. 69 Nr. 1 und viele mehr die in einzigartiger Weise von ihr interpretiert werden.
Früh übte sich Ott bereits, im Alter von fünf Jahren gewann die Tochter einer japanischen Mutter und eines deutschen Vaters den ersten Wettbewerb, mit dreizehn galt sie in Hamamatsu bereits als „Most Promising Artist" und beinahe zur gleichen Zeit entschied sie als jüngste Bewerberin mit der höchsten jemals in diesem Rahmen vergebenen Bewertung den renommierten Silvio Bengalli-Wettbewerb für sich.
Insgesamt können wir Ihnen alle drei CDs nur empfehlen - viel Spaß beim Hörgenuss!

Artikel drucken
Artikel versenden
zurück zur liste der artikel

Suche

myclassicnews

  • Eröffung der Festspiele
  • Preisträger Echo Klassik 2010
  • Nachwuchsmangel an Klassikhörern?