Heute abend ist es wieder soweit: die New Yorker Metropolitan Opera überträgt Verdis Simon Boccanegra live in die Kinosäle weltweit. Freuen Sie sich auf ein spektakuläres Musikereignis direkt in Ihrer Nähe, wenn Startenor Placido Domingo erstmals die Baritonpartie des Titelhelden übernimmt. Dirigent ist wieder James Levine, für die Regie ist Giancarlo di Monaco verantwortlich.
VORSPIEL
Paolo und Pietro beschliessen, durch ihren Einfluss beim Volk den Korsaren Simon Boccanegra zum neuen Dogen wählen zu lassen. Simon stimmt zu, weil er hofft, dann seine geliebte Maria wiederzusehen und endlich heiraten zu können. Maria ist die Tochter des Patriziers Jacobo Fiesco, gemeinsam haben sie ein Kind. Fiesco verweigert aber die Hochzeit Marias mit dem Plebejer Simon und hat sie im Haus eingeschlossen, wo sie kurz danach gestorben ist. Fiesco bietet Boccanegra vor seinem Palast Versöhnung an, fordert dafür aber sein Enkelkind und verschweigt den Tod seiner Tochter. Diesen Wunsch kann Simon nicht erfüllen, weil sein Kind entführt worden ist. Die Männer scheiden unversöhnt. Der in Fiescos Palast eindringende Simon findet zu seinem Entsetzen Marias aufgebahrte Leiche. Das Volk begrüsst Simon jubelnd als neuen Dogen, als er erschüttert aus dem Palast kommt.
ERSTER AKT
Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, Amelia Grimaldi soll vom Dogen mit dessen Kanzler Paolo verheiratet werden, liebt aber den Patrizier Gabriele Adorno. Der geheimnisvolle Pater Andrea, den Amelia wie einen Vater liebt, verspricht sie sofort mit Gabriele zu vereinen. Unter dem Namen Pater Andrea verbirgt sich Fiesco, der Gabriele mitteilt, dass Amelia ein Kind des Volkes ist, das von der Gräfin Grimaldi an Kindes Statt aufgenommen wurde. Boccanegra erscheint, um bei Amelia für Paolo zu werben, erkennt aber an einem Amulett, dass sie seine Tochter ist und verweigert daraufhin Paolo ihre Hand. Dieser schwört Rache und will Maria entführen lassen.
Der Senat unter Vorsitz des Dogen tagt und beschließt nach Boccanegras eindringlichem Appell, mit Venedig Frieden zu halten. Da dringt eine erregte Volksmenge in den Saal und verlangt Sühne für Lorenzos Tod, der von Gabriele Adorno bei Amelias Befreiung getötet wurde. Dieser glaubt, dass der Doge seine Braut entführen ließ. Amelia kann den Dogen, der von Gabriele angegriffen wird, schützen und erklärt, dass sich der Anstifter der Tat noch im Saal befindet. Der Doge fordert daraufhin Paolo, in dem er den Übeltäter vermutet, auf, den Schuldigen zu verfluchen.
ZWEITER AKT
Paolo will den Dogen töten, schüttet Gift in Boccanegras Krug und überredet Adorno zum Attentat, indem er ihm weismacht, der Doge sei der Geliebte Amelias. Fiesco lehnt ab, Gabriele erklärt sich bereit, den vermeintlichen Nebenbuhler zu töten. Der Doge betritt den Raum, trinkt erschöpft aus seinem Becher und schläft ein. Gabriele versucht, Simon zu erdolchen, wird jedoch von Amelia daran gehindert und erfährt, dass Simon der Vater seiner Braut ist. Er bittet um Verzeihung und hilft, den beginnenden Aufstand der Patrizier niederzuschlagen.
DRITTER AKT
Der Aufstand ist niedergeschlagen worden, Paolo als Anführer der Rebellen zum Tode verurteilt. Dann teilt der Pater Boccanegra mit, dass Paolo ihn vergiftet hat., In diesem erkennt er nun Fiesco und eröffnet ihm, Amelia sei seine Enkelin. Sterbend segnet Simon Amelia und Adorno und ernennt diesen zu seinem Nachfolger.

zurück zur liste der artikel

