Es ist Ostersonntag, Zeit für Besinnlichkeit, Einkehr und Freude. Aus diesem Anlass gibt es heute die Waisenhausmesse in c-Moll (KV 139). Die Messe erhielt ihren Namen in der Annahme, dass sie zur Einweihung der Waisenhauskirche in Wien am 7. Dezember 1768 komponiert wurde. Der Entstehungszeitraum konnte ungefähr auf 1768/1769 eingegrenzt werden.
Mozart bediente sich der Form der Kantaten-Messe. Arien, Duette und Chöre sind hier die äußeren Merkmale. Die Abschnitte Cum sancto spiritu des Gloria und Et vitam venturi saeculi des Credo sind jeweils als Fuge komponiert.
Die langsamen Teile der Messe sind fast alle in einer Moll-Tonart komponiert: Die Eröffnung des Kyrie (Adagio), das Qui tollis des Gloria (f-Moll), das pastorale Et incarnatus est, das Crucifixus und zuletzt der Beginn des Agnus Dei werden zusätzlich durch langsame Tempi in ihrer zentralen liturgischen Bedeutung hervorgehoben.
Mozarts Waisenhausmesse steht in ihren anderen Teilen den expressiven Ausdrucksmitteln der zeitgenössischen Oper sehr nah. (Quelle: WikiPedia)